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Nach den frühlinghaften Temperaturen der letzten Tage, setzen am vergangenen Freitag heftige Regengüsse ein, welche den Boden der Dahlener Heide wie einen großen Schwamm
werden ließ. Das zufahrende Terrain wird demzufolge recht weich und die Erfahrungen der letzten Jahres zeigten, dass sich bei solchen Bedingungen extrem tiefe Rinnen
ausfahren. Um dem entgegen zu wirken, sah sich der Veranstalter gezwungen, die Renndistanz von drei auf zweieinviertel Runden zu verkürzen. Somit wurde der Enduro-Test in
Meltewitz nur zweimal befahren. Der Cross-Test am Dahlener Burgberg blieb den Aktiven allerdings auch ein drittes Mal erhalten.
Am Renntag selbst zeigte sich das Wetter wieder von seiner wechselhaftesten Seite. Mit heftigen Regenschauern und teilweise sonnigen Abschnitten wurden Fahrer, wie auch
Zuschauer auf den kommenden April eingestimmt.
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Wieder einmal kam Marcus Kehr, mit diesen nicht immer einfachen Bedingungen, am besten zurecht. Auf nationaler Ebene scheint gegen den KTM-Werksfahrer im Moment kein
Kraut gewachsen zu sein. Mit über 53 Sekunden Vorsprung konnte er die Championatswertung erneut für sich entscheiden. In seiner E3-Klasse war er dann sogar über zwei
Minuten schneller, als der Zweitplatzierte Derrick Görner - eine kleine Welt! Mit Blick auf diesen Rückstand, zeigte sich der Husaberg-Fahrer vom Team Engel ganz und
gar nicht zufrieden: "Ich bin heute zu Beginn gleich mehrmals gestürzt und irgendwie war dann der Riemen runter. In der letzten Prüfung habe ich mir dann noch ein, zwei
gröbere Schnitzer geleistet. Das war eindeutig zu viel des Guten." Dennoch reichte es zu seiner Überraschung, wie auch schon beim Auftakt in Uelsen, zu Rang 2. Diesmal
allerdings vor Nick Emmrich. Der Fahrer vom Team KTM Sturm zeigte eine solide Leistung und wurde mit seinem ersten Besuch auf dem DEM-Podium belohnt. Strahlend über das
ganze Gesicht verkündete er voller Stolz: "Das war mein Wetter, das waren meine Bedingungen, es lief heute einfach alles super für mich! Sensationell!" Nur drei Sekunden
dahinter wurde DEM-Rückkehrer Sven Kiedrowski mit seiner gelben Suzuki starker Vierter!
In der Klasse E2 fand Mike Hartmann zu alter Stärke zurück. Trotz eines Ausrutschers auf dem Enduro-Test in Runde eins, vor den Augen zahlreicher Zuschauer, ließ sich der
Husaberg-Fahrer, welcher vom Team Wills betreut wird, nicht aus der Ruhe bringen! "Ja, das war ein dummes Missgeschick. Da ist mir doch auf einem Baumstamm das Vorderrad
weggerutscht, schon war es passiert und ich lag da. Der Rest des Tages lief an sich recht gut, auch wenn es manchmal recht knapp zuging. Im letzten Test konnte ich die
entscheidenden Sekunden auf Marco rausfahren.", gab der neue E2-Tabellenführer zu Protokoll. Marco Straubel hingegen kassierte, wie schon zum Saisonauftakt, die Zähler
des Zweitplatzierten. Der BvZ-Fahrer machte es den ganzen Tag über recht spannend und liegt jetzt in der Meisterschaft nur einen Punkt hinter dem Heidenheimer zurück.
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Gar nicht nach Wunsch lief es für den bisherigen tabellenführenden Stefan Geyer. Bei dem Allgäuer lief heute nicht so viel zusammen und vor der letzten Prüfung lag er
sogar nur auf dem fünften Rang. Doch im letzten Test patzte ausgerechnet sein Teamkollege Marco Neubert, welcher sich bis dato in Podestreichweite befand. Somit rutschte
Stefan noch einen Platz nach vorn und schloss, den für ihn vollkommen verkorksten Tag mit Rang vier ab. Auch Marco Neubert war im Ziel sichtlich enttäuscht: "Heute lief
es eigentlich perfekt. Vor dem letzten Test war ich Vierter. Nur drei Sekunden hinter dem Dritten. So ging ich noch einmal voll auf Angriff. Doch dabei bin ich zu Sturz
gekommen und das leider nicht nur einmal." So blieb ihm am Ende nur der fünfte Rang.
Lachender Dritter um den letzten E2-Podiumsplatz war somit Honda-Fahrer Bert Meyer. Berti, wie er von Fahrerkollegen und Fans genannt wird, freute sich riesig, nach
seiner langen Verletzungspause im letzten Jahr, der langwierigen Reha und dem immer noch vorhanden Defizit des Motorrad-Trainings, endlich wieder auf dem Podium zu
stehen: "Darauf habe ich lange warten müssen, umso schöner, dass es nun geklappt hat!"
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ZAP-Racing-Teamkollege Andreas Beier war in der E1 noch einen Platz besser. Allerdings war der amtierende Meister alles andere als zufrieden. "Ich weiß auch nicht, was im
Moment mit mir los ist. Wenn ich in die Prüfungen reinfahre, läuft es einfach nicht rund. Ich habe bei weitem nicht die Form, wie Mitte/Ende letzten Jahres. Ich kann mir
auch gar nicht recht erklären, woran es liegt.", meinte der Honda-Fahrer etwas ratlos wirkend.
Der erneute Sieg ging an DMSB-Junior Edward Hübner. Der BvZ-Fahrer feierte seinen zweiten Sieg in Folge und macht damit klar, dass er 2010 ein gehöriges Wort um die
Titelvergabe mitreden möchte. Allerdings sah es zwischenzeitlich gar nicht danach aus, da Eddi, wie auch einige andere Fahrer aus sämtlichen Klassen, auf der letzten
Etappe noch ein Strafminute kassierte. Das resultierte daraus, dass die letzte Etappe zeitlich recht knapp bemessen war und die Zeitvorgaben unter Einhaltung der STVO
schwer zu realisieren waren. Diese Tatsache wurde im Nachhinein vom Veranstalter anerkannt und die Strafminuten annulliert. Somit gingen erneut 25-Punkte an die
Startnummer 48.
Als Dritter im Bunde durfte Jörg Haustein auf das Siegerpodest klettern. Mit einer erneut starken Leistung und mit nur knapp neun Sekunden Rückstand auf den Sieger,
mausert sich der KTM-Sturm-Fahrer zu einer absolut festen Größe in dieser Klasse E1.
Jetzt geht es für alle DEM-Fahrer wieder in die obligatorische "Sommerpause", bevor die Meisterschaft am 14./15. August mit der Zweitages-Geländefahrt in Burg seine
Fortsetzung findet.
Text:
www.enduro-dm.de
Fotos:
www.enduro-dm.de
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